Mittwoch, 17. Mai 2017

Salzburg 2017

Hallo ihr Lieben, 
Ende Februar ging es für mich und meine Familie nach Österreich. Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und deshalb dachten wir uns, ein kleiner Zwischenstopp in Salzburg wäre die perfekte Gelegenheit, um am nächsten Tag weiter zum Hotel fahren zu können. 
Ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, dass Salzburg so schön sein würde. Nie habe ich mal darüber nachgedacht dort Urlaub zu machen oder der Stadt einen Besuch abzustatten. Deshalb war ich wirklich überwältigt, als wir abends durch die kleinen Gassen entlang geschlendert sind. Salzburg würde ich wirklich jedem ans Herz legen! 

Genießt die Woche und vor allem das tolle Wetter! 



















Sonntag, 14. Mai 2017

Die Sache mit dem Merci-Herz in Übergröße.

Gestern war eigentlich ein Tag wie jeder andere. Ich saß in meiner Erdbeerbude und wartete bis mein neunstündiger Arbeitstag zu Ende geht. Ich versank in meinem Buch und beschäftigte mich mit der Frage, ob Thomas nun aus dem Labyrinth entkommen ist oder nicht, als ich plötzlich eine junge Mädchenstimme hörte. Im ersten Moment dachte ich es wäre pure Einbildung gewesen, aber dann schaute ich über meinen Tresen und tatsächlich. Ein kleines Mädchen circa 7 Jahre stand vor meiner Bude mit viel, zu viel Gepäck für ihren kleinen Körper. Bestimmt hatte sie heute Sportunterricht gehabt, dachte ich mir. Zu meiner Grundschulzeit sah ich nämlich nicht anders aus. Besonders der Tornister, der fast größer als man selber war, blieb mir bis heute in Erinnerung. Wie dem auch sei, sie fragte mich nach dem Weg ins abseits gelegene Dorf, wo ich zufälligerweise selber wohnte. Sofort entstand das mulmige Gefühl in mir, dass sie die Strecke alleine nach Hause laufen wollte. Selbst ich fahre jeden Morgen und Abend mit dem Fahrrad 20 Minuten bis ich endlich dort bin. Ich muss dabei durch Felder und Wälder fahren. Einst stand also fest, dass Mädchen hätte unmöglich laufen können. 

Ich erzählte ihr von meiner Sorge und sie bestätigte mir, dass sie wirklich nach Hause laufen muss, weil sie ihren Bus verpasst hat. Allen Übels noch dazu, hatte sie ihr Handy auch noch in der Schule verloren. 

Ich handelte reflexartig und frage sie, ob sie nicht einfach mit meinem Handy versuchen möchte ihre Mama anzurufen. Glückstränen stiegen ihr in die Augen. Ihre Erleichterung konnte man förmlich spüren. Sie tippte die Nummer schnell ein, aber leider hob niemand ab. Ich hatte großes Mitleid mit ihr, weil ich genau erkennen konnte, wie ihr kleiner Hoffnungsschimmer blitzschnell wieder verschwunden war. Das kleine Mädchen fragte mich, ob sie noch bei ihrer Mama auf der Arbeit anrufen darf. "ABER NATÜRLICH" dachte ich mir nicht nur, sonders sagte ich ganz automatisch. 

Gott sei Dank, ging dieses mal jemand ans Handy. Ich spürte wie die Erleichterung durch meinen ganzen Körper strömte. Sie würde sicher nach Hause kommen. Ich bot ihr noch ein paar Erdbeeren und einen Platz zum sitzen an. Ein paar Minuten später fuhr ein Auto rechts ran und sie stieg ein. 

Gerade sitze ich wieder hier und arbeite, als plötzlich das Mädchen von gestern auftauchte. Dieses Mal mit ihrer Mama im Schlepptau - und dem größten Merci-Herz, welches ich je gesehen habe. Ich begrüßte sie, als sie mir plötzlich das Herz übergab. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass es für mich war. "Wofür ist das denn?", fragte ich sie. Sie sagte mir, dass sie es mir für meine Hilfe schenken möchte. Darauf erwiderte ich nur schockiert, dass es überhaupt nicht nötig gewesen sei. Da schaltete sich die Mama plötzlich ein. "So ein Quatsch, dass hätte nicht jeder gemacht!". Ein wenig irritiert bedanke ich mich bei den beiden, woraufhin die Mama noch eine Schale Erdbeeren kaufte. 

Freudestrahlend ging das kleine Mädchen mit ihrer Mama von dannen. 



Montag, 8. Mai 2017

Best of April

Hallo meine Lieben, 
wie geht es euch? Hattet ihr einen guten Start in die Woche? Der April ist schon wieder an uns vorbei gezogen, was der perfekte Anlass für ein "Best of" wäre. Vor vier Monaten gab es das letzte Mal einen Blogpost dieser Art, allerdings will ich auf jeden Fall verhindern, dass diese Kategorie auf dem Blog in Vergessenheit gerät. Für alle die nicht wissen, was es genau mit dieser Kategorie auf sich hat, kommt jetzt eine kurze Erläuterung. Diese wenigen Zeilen schrieb ich letztes Jahr im November:
Mein Blog soll sich im Großen und Ganzen mit dem Themenbereich "Glückseligkeit" auseinandersetzten. Ich möchte mich selber zu einer kleinen Challenge herausfordern und nach jedem Monat aufschreiben, was mich besonders glücklich gemacht hat. In der Hoffnung, dass es hilf mir selber wieder mehr Beachtung, aber auch Dankbarkeit zu schenken. 
Ich habe das ganze noch ein wenig ausgebaut und möchte, dass eine Art "Austausch" daraus entsteht. Schreibt doch einfach mal in die Kommentare, was euch diesen Monat glücklich gemacht hat oder welches schöne Erlebnis du gerne mit uns teilen möchtest. :-)




  Mein letzter Schultag 
Bei etwa 800 Tagen habe ich angefangen meinen Countdown für den letzten Schultag zu starten. Als meine Freunde die Schule verließen und ihr Abitur in der Tasche hatten, habe ich innerlich mit der Schule abgeschlossen. Ich hatte ein Jahr vorher freiwillig wiederholt und mein "eigentlicher Jahrgang" mit all meinen Freunden war nun fort. Mir fiel es nicht gerade leicht Anschluss bei den anderen zu finden und wollte einfach nur die Schule hinter mich haben. Also wartete ich und wartete, bis es schließlich soweit war. 
Momentan genieße ich die Zeit ohne den Schulwahnsinn. Es stehen zwar noch zwei Abiprüfungen an, aber alleine das ich nicht mehr jeden Morgen zur Schule fahren muss, macht mich so viel glücklicher. 

  Abitur 
Vierzehn Jahre habe ich darauf hingearbeitet. Gelernt wie eine Verrückte nur um ein 1er Abitur in der Tasche zu haben. Nun kann ich endlich mitsprechen und sagen, wie das Abitur abläuft. Für mich waren meine bisherigen Abiprüfungen eine unglaubliche Erfahrung. Es kam wirklich kein Thema dran, was die Lehrer, Mitschüler oder ich erwartet hätten. Trotz dessen lief es nicht schlecht. Sowohl Deutsch, als auch Geschichte liefen recht gut. Ob es dann wirklich so ist, werde ich im Juni erfahren, aber bis dahin dauert es ja noch eine gefühlte Ewigkeit. 

  Mein Geburtstag 
Ende des Monats war mein 20. Geburtstag, welchen ich ausnahmsweise mal nicht hier in NRW gefeiert habe. Statt dessen haben wir am Bodensee "Urlaub" gemacht. Das Wort Urlaub entspricht hierbei nicht ganz der Wahrheit. Meine Familie und ich waren viel mehr aus organisatorischen Gründen da. Wir haben eine Wohnung für mich in Ravensburg gesucht und ich konnte meiner Mama und Schwester endlich mal meine Uni zeigen. Es war wirklich eine sehr tolle Zeit!

  Lea 
Lea hat mich schon wieder verlassen. Wir ihr bereit in diesem Post gelesen habt, ist es nicht das erste mal. Vor einem Monat kam sie erst aus Neuseeland wieder. Viel gemeinsame Zeit hatten wir nicht zusammen, aber weil sie so eine unglaubliche Reiselust entwickelt hat, ist sie nun für ein paar Monate noch nach Schweden verreist. 





Freitag, 5. Mai 2017

Matt & Nat vegan bag

Hallo meine Lieben! 
heute gibt es mal wieder einen Outfitpost von mir und zwar mit diesem gutem Stück: der MATT & NAT TRIPLET BAG! Hier konntet ihr diese wunderschöne Tasche bereits betrachten. Ich hatte sie mir zu Weihnachten gewünscht und tatsächlich auch bekommen. Die Tasche entwickelte sich, über den kurzen Zeitraum, zu meinem treusten Begleiter. 

Meiner Meinung nach hat sie einfach die perfekte Größe und Form. Auch die Herstellung ist ein weiterer positiver Aspekt. Die Tasche besteht aus 100% veganem Kunstleder und sogar das Innenfutter ist zu 100% aus recycelten Wasserflaschen gewonnen worden. Ich habe bereits schon diesen Card Holder von Matt & Nat und bin mit der Qualität super zufrieden. 

Was sagt ihr zu der Tasche? Habt ihr auch schon eigene Erfahrungen mit Matt & Nat gemacht? :-)





Oberteil PeopleTree  Jeans Topshop  Schuhe Primark  Uhr Daniel Wellington  Tasche Matt & Nat

Samstag, 29. April 2017

Zwanzig Dinge, die ich in zwanzig Jahren gelernt habe.

Vor genau 20 Jahren habe ich zum ersten Mal das das Licht der Erde erblickt. Viel ist in der Zwischenzeit passiert. Kindergarten, Grundschule und fast auch die weiterführende Schule sind beendet. Auf meinem Weg haben ich viel gesehen, bereist und gelernt. Die zwanzig prägendsten Erfahrungen möchte ich heute festhalten und mit euch teilen. Vielleicht helfen oder motivieren sie euch sogar.


1 ♥ Du bist einzigartig und wertvoll. 
Niemand ist so wie du. Niemand hat die selben Träume und Wünsche wie du. Es ist unwichtig, ob jemand deine Zukunftsvorstellungen realistisch oder unmöglich findet. So lange es DICH glücklich macht, solltest du dich von keiner Person verunsichern lassen. Du bist stark und niemand kann dich in die Knie zwingen, wenn du selber an dich glaubst.

 Nicht jeder will dir etwas Gutes. 
Ob du es glaubst oder nicht liebe naive Melina, nicht jeder gönnt dir dein Glück. Es gibt viele Menschen da draußen, die dich lieber fallend als stehend sehen wollen. 

3 ♥ Wenn du etwas tun oder haben möchtest, dann kannst DU das auch schaffen.
Du hast deine Zukunft selber in der Hand. Nur das Beginnen ist von Bedeutung. 

4 ♥ Dieser Moment ist dein Leben.
Die alten Fotos die wir uns irgendwann mal angucken, werden heute geschossen. Geschichten die wir uns irgendwann mal erzählen, die werden heute geschrieben. Genau jetzt gerade in diesem Augenblick werden Erinnerungen geschaffen. 

5 ♥ Other people's success is not your failure.
Wenn andere besser als du sind, dann hast du nicht automatisch versagt! Gönn' ihnen ihren Erfolg. Du wünscht es dir umgekehrt genauso. Das selbe gilt für deine To-Do-Listen. Auch wenn du sie mal nicht beendet bekommst, denke nicht das du überhaupt gar nichts geschafft hast. Deine Liste an Aufgaben war nur einfach wieder viel zu lang. 

6 ♥ Menschen kann man nicht mehr retten.
Tag für Tag werden Tiere misshandelt und Umweltzerstörungen vollzogen. In unserem deutschen Gesetzbuch steht ausführlich drin, dass wir gut und behütet mit diesen Planeten umgehen müssen, damit weiter Generationen genau das selbe Weltgut genießen dürfen, wie wir heute. Stattdessen verseuchen wir Tiere, Natur und sogar unsere eigene Haut. Im Prinzip gehen Menschen mit diesem Planeten um, als ob sie noch einen zweiten zur Reserve hätten.

7 ♥ Reisen ist wichtig. 
Andere Länder, andere Kulturen und vor allem andere Menschen kennenlernen, kann so erholend für deine Seele sein. Wenn alles zu viel wird, steig in den Zug und fahr für ein paar Tage weit weg.

8 ♥ Wir verlieren Freunde und finden neue. 
Freunde - das wohl schwierigste Thema, welches in meinem Leben existiert. Schon als kleines Kind hatte ich eine sehr enge Freundin die mich verletzt hatte. Epochenweise ziehte sich genau das durch mein Leben. Ich lernte, in meinen Augen, wunderbare Mädels kennen die ich bewunderte, aber auch immer sehr geschätzt habe. Nur leider haben trennten sich jedes mal aufs neue unsere Wege. Mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich das Kapitel "Freundschaft" erstmal nach hinten stelle. Also Zukunfts-Melina: Versuche dich daran auch zu halten! :D 

9 ♥ Better to be the one who smiled than the one who didn't smile back. 
Sag immer "Hallo", wenn dir jemand auf der Straße entgegen kommt. Jedes mal freut sich die andere Person und vielleicht begrüßt dieser dafür auch jemand unbekannten auf der Straße.

10  Die Hotelbranche ist arg anstrengend!
Durch diverse Praktika konntest du ordentlich Erfahrungen sammeln, um das behaupten zu können. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich genau dahin gehöre. Irgendetwas in meinem Herzen hat sich dieses Berufsfeld ausgesucht und möchte kein anderes. Trotz grauenhafter Arbeitszeiten und den Bereich "Service", welcher in meiner Ausbildung von mir durchgeführt werden muss. Aber wie heißt es so schön? Hört auf euer Herz... 

11 Sei du selbst.
Sobald du dich für jemanden oder etwas verbiegen musst, ist es falsch. Glaube mir, dass kann einfach nicht der richtige Weg sein. 

12 ♥ Du musst nicht immer mit dem Strom schwimmen. 
Wenn dir etwas nicht gefällt oder du etwas tun sollt, hinter dem du aber nicht stehst, dann lass es besser. So lange du dir selbst treu bleibst kann es nur die richtige Entscheidung sein. 

13 ♥ Die Zeit heilt alle Wunden. 
Das wohl bekannteste Sprichwort unter den Sprüchen, aber auch eines indem so viel Wahrheit steckt. Dein Leben kann noch so aus allen Fugen springen, lass ein paar Monate vergehen und du wirst sehen, dass es doch nur halb so schlimm war. 

14 ♥ Verzeihen ist der größte Liebesbeweis den man erbringen kann. 
Ich, als wohl nachtragendster Mensch auf diesem Planeten, kann dir sagen, dass verzeihen keinesfalls ein Zeichen von Schwäche ist. Natürlich ist es alles andere als einfach. Eine Menge Kraft kostet dieser Schritt zur Versöhnung, deshalb sollte er niemals als selbstverständlich empfunden werden. 

15 ♥ Die absolute und echte Wahrheit bekommt man entweder an den Kopf geworfen oder unter Tränen gebeichtet. 
Eine sehr traurige Erkenntnis, die ich im Laufe meines jungen Lebens gemacht habe. Auch wenn man manchmal das Gefühl hat den Boden durch sie zu verlieren, aber die Wahrheit bringt einem immer weiter. 

16  Wenn das Leben doch so kurz ist, wieso machen wir so viele Dinge die wir nicht mögen, und mögen so viele Dinge die wir nicht machen? 
Eine Frage, die mich über meine zwanzig Jahre ständig begleitet hat. Eine Antwort habe ich bis heute nicht gefunden. Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass wahrscheinlich einfach keine gibt. Wie seht ihr das?

17 Im Grunde hat jede Geschichte ein gutes Ende. Du musst nur entscheiden wo du aufhörst zu erzählen. 

18 Flüchtlinge sind nach Deutschland gekommen, um uns wieder etwas Menschlichkeit nahezulegen. 
Wie ist zu dieser Erkenntnis gekommen bin, ist eine andere und vor allem sehr lange Geschichte. Vielleicht mache ich dazu noch einen separaten Blogpost, da ich meinen Gefühle bereits auf einem Zettel verewigt habe. 

19 Alles ist vergänglich. 
Jedes noch so blöde Kapitel deines Lebens wird zu ende gehen. Bleibe konsequent am Ball und verliere dein Ziel nicht aus den Augen, dann wirst du sehen wie schnell du es hinter dir hast. 

20  Sei dankbar für das Hier und Jetzt. 
Das du atmest, das du gehen kannst, das du eine so tolle Familie hast. All das ist keineswegs selbstverständlich. 


Donnerstag, 27. April 2017

FAIR FASHION SUMMER: Nachhaltiger Bikini

Hallo ihr Lieben, 
bald ist es wieder soweit.. Strand, Sonne & Meer erwartet vielleicht den einen oder anderen in ein paar Monaten. Anfang Juli geht es für mich und meine Familie nach Mallorca, auch einen Strandurlaub mit meinen Freund möchte ich noch buchen. Was im Koffer da natürlich nicht fehlen darf ist ein Bikini. Zugegebener Maßen besaß ich viele Jahre keinen eigenen Bikini, weil ich meiner Schwester immer einen stibitzen konnte. 

Jetzt musste dann doch ein eigener her, denn ab August ziehe ich aus und das Klamotten-Privileg meiner Schwester fällt somit leider weg. Seit einem halben Jahr fokussiere ich mich auf nachhaltige Produkte, deshalb schränkte sich meine Auswahl an Geschäften wirklich stark ein. H&M, Zara und Co. waren keine Option für mich, aber wo dann? 

Auf meiner Suche nach dem PERFEKTEN Bikini stieß ich auf den Shop "Essentials For Zula". Eine 26-Jährige Wiener gründete 2015 Essentials For Zula und versichert dem Kunden handgemachte Kollektionen, welche aus feinster Baumwolle unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Genau nach so etwas habe ich gesucht! Also bestellte ich ihn und wartete gespannt auf mein kleines Paket. Innerhalb von ein paar Wochen ist er angekommen. Er war super süß verpackt und fühlte sich großartig an. Meine Kauf bereue ich absolut nicht - ganz im Gegenteil, er war jeden Cent wert. 

Ihr könnt ja mal in die Kommentare schreiben, ob ihr dieses Jahr in den Urlaub fliegt und wenn ja wohin? :-)




Bikini von Essentials For Zula 

Dienstag, 25. April 2017

Du hast das Privileg, dass deine Haare nachwachsen. Andere Menschen leider nicht.

Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass ich euch noch gar nicht von meinem Friseurbesuch berichtet habe. Es war Anfang des Jahres ein sehr großer Schritt für mich, deshalb möchte ich meinen Patzer ganz schnell nachholen und euch erzählen wie es dazu kam, dass ich meine Haare um 28cm gekürzt habe. 


Lange Haare waren für mich im Alter von 14 bis 17 Jahren immer ein gewisses „Schönheitsideal“. Genau aus diesem Grund habe ich seit 2014 kontinuierlich lange Haare getragen und mich geweigert, auch wenn es nur einmal im Jahr war, meinen Friseur einen Besuch abzustatten. Im laufe des letzten Jahres hat sich diese Ansicht jedoch reformiert. Je älter und erwachsener ich geworden bin, umso mehr wurde mir bewusst wie Social Media meine Vorstellungen von Schönheit bestimmte und steuerte. Ich brauche niemanden mehr sagen das Instagram & Co. sehr oberflächliche Plattformen sind, die unserem Aussehen leider mehr Bedeutung schenken als unseren Charaktereigenschaften. Aber für mich resultierte daraus folgende Frage: 
Mag ich lange Haare wirklich lieber oder nur weil Social Media mir tagtäglich vorführt, wie ein hübsches Mädchen nacheinander mit ihrer langen, perfekt liegenden Haarpracht in die Kamera lächelt?"


Meine Haltung zur Politik, Umwelt und meinem sozialem Umfeld hat sich sehr stark verändert. Ich habe mich verändert. Meine Mitmenschen (denen es vielleicht nicht so gut geht) wurden mir wichtiger. Wie das Schicksal es so wollte, stoß ich Ende 2016 auf ein Video, indem sich eine Youtuberin dazu entschieden hatte ihre Haare an eine Stiftung für krebskranke Kinder zu spenden. Seitdem ließ mich dieser Gedanken nicht mehr los und es entwickelte sich der Wunsch in mir es ihr gleich zutun. Meine Haare für einen guten Zweck zu spenden. 

Ich sammelte Informationen, schaute mir Dokumentationen und Berichte an. Ich habe nur noch auf den Augenblick gewartet, bis ich meinen Wunsch in die Tat umsetzte. Im Januar, wohlgemerkt am Freitag dem 13, kam dann ganz überraschend dieser besagte Moment während des PädagogikunterrichtsAls ich meinen Freundinnen von meinem Vorhaben erzählte, waren diese sofort Feuer und Flamme und wollten mich bei meinem Friseurtermin begleiten. Gesagt, getan. Nachdem wir vier Stunden in der Bibliothek fleißig gelernt hatten, machten wir uns auf dem Weg zum Friseur. Meine Friseurin war unglaublich lieb und hat bestimmt 10x nachgefragt: "Bist du dir auch wirklich sicher, dass du das tun willst?". In meinem Bauch kribbelte es wie wild, aber ich war mir sicher - meine Haare sollen ab und anderen Kindern helfen! Niemand aus meinem Freundeskreis traute seinen Augen. "Du? Deine Haare ab?" oder "Warum hast du das getan? Du hattest doch immer so schöne, lange Haare.", aber das war mir alles egal. Meine Haare wachsen nach, die von krebskranken Kindern leider nicht.    

Meinen 28cm langen Zopf habe ich daraufhin zur Kinderkrebshilfe "Horizont" verschickt. Ob ich meinen "kurzen" Haarschnitt bereue? Nein, keine Sekunde. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich jemand anderen damit helfen konnte. Auf den Fotos könnt ihr das Resultat sehen. Wie findet ihr es? :-)















Für diejenigen die schon länger ihre Haare abschneiden will oder seine Haare für einen guten Zweck spenden möchte, der kann sich diese Seite hier mal anschauen. Ich habe gute Erfahrungen mit ihnen gemacht und weiß, dass meine Haare auch wirklich bei denjenigen ankommen, die sie wirklich brauchen.

Folgende Kriterien solltest du erfüllen:
♥ dein abgeschnittenes Haar muss mind. 25cm lang sein, sonst kann man daraus leider keine Perücke herstellen. 
 es sollte ein europäische Haarstruktur haben.
 die Haare sollten nicht lose in den Briefumschlag gelegt werden, sondern z.B. mit einem Haargummi gebündelt werden.
 wenn möglich sollte dein Haar nicht gefärbt oder getönt sein (kann man allerdings trotzdem tun - hat aber nicht den selben Wert).